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10. Juli 2026

Gemeinsamer Zukunftsprozess für Marsberg: Rat unterstützt parteiübergreifende Strategieentwicklung

Marsberg. Die Stadt Marsberg stellt die Weichen für eine langfristige und gemeinsam getragene Stadtentwicklung. Bereits zu Beginn des Jahres hat Bürgermeister Matthias Koch einen umfassenden Strategieprozess angestoßen, um über die Kommunalwahl hinaus eine ge-meinsame Perspektive für die Zukunft der Stadt zu entwickeln.


In Workshops erarbeiteten die Fraktionen von CDU, SPD, MBG und Bündnis 90/Die Grünen sowie die Amtsleitungen der Stadtverwaltung ihre Vorstellungen für eine zukunftsorientierte Entwicklung Marsbergs. Dabei zeigte sich eine bemerkenswert hohe Übereinstimmung über Fraktionsgrenzen hinweg. Auf dieser Grundlage konnten die wesentlichen Handlungsfelder für den weiteren Strategieprozess definiert werden.


Als neutraler Moderator begleitete der ehemalige Bürgermeister der Stadt Diemelstadt, Elmar Schröder, den Prozess. Mit seiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung und seinen Kenntnissen der Marsberger Kommunalpolitik brachte er wertvolle Impulse in die Diskussionen ein.

Ziel des Strategieprozesses ist es, einen gemeinsamen "roten Faden" für die zukünftige Ent-wicklung Marsbergs zu schaffen. Dadurch sollen finanzielle und personelle Ressourcen künftig gezielter eingesetzt und politische Entscheidungen konsequent an gemeinsam vereinbarten strategischen Zielen ausgerichtet werden.


Die Zwischenergebnisse wurden inzwischen dem Rat der Stadt Marsberg vorgestellt. Dieser sprach sich einstimmig dafür aus, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und die identifizierten Handlungsfelder nun mit konkreten Zielen und Maßnahmen auszugestalten.


„Die große Übereinstimmung zwischen den Fraktionen und der Verwaltungsspitze hat mich persönlich nicht überrascht. Ich bin seit jeher davon überzeugt, dass die Herausforderungen und Zukunftsthemen auf kommunaler Ebene weitgehend unabhängig von parteipolitischen Positionen betrachtet werden sollten. Unterschiede bestehen häufig weniger bei den Zielen als vielmehr bei den Wegen zu deren Umsetzung. Gerade deshalb sollte es im Rahmen einer sachorientierten politischen Diskussion möglich sein, gemeinsame Lösungen und ein abgestimmtes Vorgehen zum Wohl unserer Stadt zu entwickeln“, betont Bürgermeister Matthias Koch.


Im Verlauf des Prozesses wurden zwei Leitbegriffe parteiübergreifend mit großer Mehrheit festgelegt: „lebenswert“ und „vielfältig“.


Der Begriff „lebenswert“ steht für das Ziel, Marsberg als Stadt weiterzuentwickeln, in der Menschen gerne leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Hohe Lebensqualität, gute Rahmenbedingungen und attraktive Angebote für alle Generationen bilden dabei die Grundlage.


Vielfältig“ beschreibt eine offene, tolerante und solidarische Stadtgesellschaft. Der Begriff umfasst die Vielfalt der Menschen ebenso wie die unterschiedlichen Landschaftsbilder im Stadtgebiet und das breite Angebot in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport, Freizeit, Wohnen und Wirtschaft. Gleichzeitig steht er für Offenheit gegenüber neuen Ideen und einer modernen, zukunftsorientierten Stadtentwicklung.

Aus den bisherigen Beratungen wurden fünf zentrale Handlungsfelder abgeleitet:

  • Wirtschafts- und Gesundheitsstandort
  • Demografie und Wohnen
  • Attraktivität und Lebensqualität
  • Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation
  • Daseinsvorsorge und Standortentwicklung

In den kommenden Monaten werden diese Handlungsfelder weiter konkretisiert und mit messbaren Zielen sowie konkreten Maßnahmen hinterlegt. Anschließend sollen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Vereinen, Institutionen und weiteren gesellschaftlichen Bereichen in den Prozess eingebunden werden, um gemeinsam Projekte für die Zukunft Marsbergs zu entwickeln.


Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird dabei die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sein. Ziel ist es, die Akzeptanz für notwendige Maßnahmen zu stärken, positive Entwicklungen stärker sichtbar zu machen und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft der Stadt zu übernehmen.


Allen Beteiligten ist bewusst, dass es sich um einen langfristig angelegten Prozess handelt. Gerade vor dem Hintergrund angespannter kommunaler Haushalte bietet der parteiübergreifende Ansatz die Chance, Entscheidungen strategisch vorzubereiten und nachhaltig am Gemeinwohl auszurichten.


Bürgermeister Matthias Koch blickt optimistisch auf die nächsten Schritte:
„Wenn es uns gelingt, diesen gemeinsamen Weg konsequent weiterzugehen, bin ich über-zeugt, dass wir die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam meistern und Marsberg er-folgreich weiterentwickeln können. Getreu dem Motto: Stell dir vor, deine Stadt wäre wunderbar und du bist schuld daran!“