28. August 2026

Der Jahresabschluss 2025 der Stadt Marsberg wurde aufgestellt. Der bestätigte
Entwurf wird am 10.09.2026 im Rat eingebracht. Am 24.09.2026 wird der
Jahresabschluss 2025 dem Rechnungsprüfungsausschuss zur Prüfung vorgelegt. Die
Feststellung ist für den 13.10.2026 vorgesehen.
Die Stadt Marsberg schließt das Haushaltsjahr 2025 mit einem positiven Ergebnis ab.
Der Jahresabschluss weist einen Überschuss in Höhe von 1.172.252,99 € aus. Dieser
Betrag soll der Ausgleichsrücklage zugeführt werden, um die finanzielle Stabilität der
Stadt nachhaltig zu sichern.
Mit der vollständigen Zuführung des Überschusses zur Ausgleichsrücklage wird die
finanzielle Grundlage für die kommenden Jahre weiter ausgebaut. Die
Ausgleichsrücklage ist in der Bilanz ein gesonderter Posten des Eigenkapitals. Sie ist
ein zentrales Instrument, um künftige Schwankungen der Jahresergebnisse im
Haushalt auszugleichen. Dabei gilt ein Haushaltsplan dann noch als (fiktiv)
ausgeglichen, wenn der Fehlbetrag durch die Ausgleichrücklage aufgefangen werden
kann.
Laut fortgeschriebenem Ansatz war für 2025 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von
3.206.020,00 € veranschlagt. Das erfreuliche Ergebnis ist im Wesentlichen auf die
positiven Entwicklungen bei den Gewerbesteuereinnahmen und den Finanzerträgen
sowie auf Einsparungen bei den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen
zurückzuführen.
Zum 31.12.2025 hat die Stadt Marsberg Kredite in Höhe von 1.199.329,75 € im
Kernhaushalt bilanziert. Hiervon entfallen 1.001.038,00 € auf das Förderprogramm
„Gute Schule 2020“.
Im Hinblick auf die Investitionstätigkeit der Stadt Marsberg kann für das Haushaltsjahr
2025 festgestellt werden, dass der grundsätzliche im Idealfall anzustrebende
Substanzerhalt erreicht werden konnte. Mit 8.107.743,25 € überschreiten die
Auszahlungen für Investitionstätigkeit die bilanzielle Abschreibung von 4.096.663,57€.
Trotz eines erfolgreichen Jahresabschlusses 2025 gestaltet sich die finanzielle
Situation der Stadt Marsberg im Jahr 2026 schwieriger. Im Verlauf des Jahres 2026
hat die Stadt Marsberg hohe Gewebesteuerabgänge zu verzeichnen. Auch die
Vorauszahlungen für die Gewerbesteuer 2026 wurden entsprechend angepasst und
reduziert. Somit fehlen nach aktuellem Kenntnisstand im Jahr 2026 bei den
Einnahmen aus der Gewerbesteuer 5,2 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der
aktuellen Finanzsituation wurde eine haushaltswirtschaftliche Sperre verhängt. Mit
dieser Maßnahme kann eine erhebliche Verschlechterung des Jahresergebnisses
2026 nach derzeitiger Lage vermieden werden.