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Udorf


Udorf liegt im Orpetal am Ostfluß der zum „Roten Land" gehörenden Erlinghauser Platte. Nach Austritt des Orpebaches bei der Udorfer Mühle aus seiner im Oberlauf tief eingeschnittenen Schlucht hat sich im Bereich des Dorfes eine bis zu 300 m breite flache Talaue mit flacher Wiesenflur entwickelt.
Die Bildung des Ortsnamens früher Urdorp, Urdorph oder Urthorp läßt darauf schliessen, daß es sich hier vermutlich um ein sehr altes Dorf handelt. „Ur" bezeichnet hierbei eine nasse oder feuchte Stelle, an der diese Siedlung angelegt worden ist. Der Ort erscheint schon sehr früh in einem Güterverzeichnis des Corveyer Abtes Erkenbert (1107 – 1128).


Blick auf UdorfBlick auf UdorfKirche in UdorfKirche in Udorf

Zu dieser Zeit besaß die Abtei Corvey in „Urthorp" die Grundherrschaft, d. h. eine ganze Villikation. 1166 verkaufte Konrad, Abt zu Marienmünster, dem Abt Ufo zu Flechtdorf einen Hof in Udorf. Um 1191 bekundet der Abt Wedekind von Corvey, daß ein gewisser Hildebrand einen Hof in Urdorph besessen hat, der der Kirche zu St. Peter in Eresburg wachszinsig gewesen ist.

Mitte des 13. Jahrhunderts 1261/62 schenken Adam von Aspe sowie der Ritter Appolonius , genannt der Sviderichusen, dem Kloster Bredelar verschiedene Güter in Udorph. 1302 erwarb auch das Kloster Arolsen hier Besitz. Im Jahre 1336 kommt ein Teil des Zehntens an die Herrschaft Canstein. Neben diesem hatte auch Waldeck einen Amtshof in Udorf, zu dem alle Ländereien rechts der Orpe gehörten. Auch dieser waldeckische Besitz ging als Lehen an das Haus Canstein, die ihre Rechte in diesem Raum kontinuierlich auszudehnen versuchten. 1506 wird Udorf mit verschiedenen anderen Dörfern der Herrschaft Canstein zugesprochen, indem Waldeck in einem Vertrag die gerichtsherrlichen Ansprüche auf das Dorf aufgibt. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts verlehnt Corvey seinen Besitz in dem Dorf Udorf mit Jagd, Fischerei und Mühle an das Haus Canstein.

Im 15. Jahrhundert scheint der Ort Udorf auch von den verschiedenen Wüstungsvorgängen betroffen worden zu sein. Dies geht aus einem Zeugenverhör von 1500 hervor. Um diese Zeit dürfte der Ort wieder besiedelt gewesen sein.

Udorf ist charakterisiert durch eine überwiegend landwirtschaftliche Wirtschaftsstruktur, d. h. die Ackerflur nimmt mit etwa 60 % der Nutzfläche den überwiegenden Teil der Gemarkung ein. Auf den restlichen Teil entfallen zu gleichen Teilen Gras- bzw. Waldland, wobei sich der Waldbesitz in Privathand befindet und die Gutsbetriebe etwa 40 % der Wirtschaftsfläche belegen. Das Handwerk und die Industrie nehmen nur eine recht untergeordnete Stellung ein.

Besuchen Sie auch die Internetseite dieses Ortes unter:

http://www.udorf.net

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