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Heddinghausen


Heddinghausen zählt mit 210 Einwohnern neben Borntosten und Helminghausen zu den kleinsten Orten der Stadt Marsberg. Es liegt im Südosten des Stadtgebietes auf einer Anhöhe von 400 m und ist ca. 1,5 km von der hessischen Landesgrenze entfernt.


Blick auf HeddinghausenBlick auf HeddinghausenPfarrkirche "St. Hubertus"Pfarrkirche "St. Hubertus"Blick in die "St. Hubertus" KircheBlick in die "St. Hubertus" Kirche

Das bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 selbständige Dorf hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in Bezug auf die Infrastruktur radikal verändert. Bis in die 60er Jahre hinein gab es hier noch 2 Gastwirtschaften, 3 Lebensmittelgeschäfte, 1 Pension, 1 Bekleidungsgeschäft, 1 Schmiede, 2 Schustereien, 1 Tischlerei, 1 Stellmacher- und Zimmerbetrieb, 1 Post, 1 Spar- und Darlehnskasse, 1 Standesamt und 1 Volksschule.

All dies gibt es heute nicht mehr. Der ehemalige Schulraum, in dem früher alle 8 Jahrgänge gemeinsam unterrichtet wurden, dient heute als Dorfgemeinschaftshaus. Heddinghausen ist im Grunde genommen rein landwirtschaftlich geprägt. 5 Haupterwerbsbetriebe und nur noch vereinzelte „Hobbylandwirte" bearbeiten die umliegenden Ländereien.

Den Dorfmittelpunkt bildet die Pfarrkirche „St. Hubertus" mit ihrer berühmten Randebrock-Orgel, die 1998 für 340.000 DM von Grund auf restauriert wurde und ist einzigartig ist auf der Welt. Seit November 2002 befindet sich die Orgel aufgrund von mangelhaften Wartungsarbeiten leider in einem schlechten Zustand und ist nur noch bedingt spielbar. Die Gründung von Heddinghausen geht auf das Jahr 782 zurück, Karl der Große ließ hier eine Kapelle für sein Heer errichten. Die Fundamente der Kapelle sind noch vorhanden. Das Gotteshaus wurde erstmals im Jahre 1250 urkundlich erwähnt. Ein Höhepunkt in jedem Kirchenjahr ist die große Fronleichnamsprozession, an der sich immer rund 300 Gläubige aus dem gesamten Kirchspiel beteiligen. Mit dabei auch alle Vereine mit ihren Fahnen, die Kommunionkinder in ihren weißen Kommunionkleidern, alle Meßdiener/innen und eine Musikkapelle. Alles in allem ein sehr farbenprächtiger Zug, der sich auf einer Länge von 4,5 Km durch die Feldflur zieht. Nach der Prozession trifft man sich zu einem gemütlichen Frühschoppen auf dem Kirchplatz. Neben den kirchlichen Hochfesten werden in der für einen so kleinen Ort doch recht großen Kirche immer wieder Konzerte veranstaltet, die zahlreiche Besucher aus nah und fern anlocken.

Vereinsmäßig gibt es für die Frauen die Kfd (Kath. Frauengemeinschaft) und für die Männer den passiven MGV „Harmonie" sowie die freiw. Feuerwehr, die gemessen an der Einwohnerzahl mit 28 Aktiven zu den größten Löschgruppen im Stadtgebiet zählt.

Ferner nutzen viele Heddinghauser die Möglichkeit, sich in den Nachbarvereinen MGV „Akkordia Canstein", Volkstanzgruppe Leitmar oder dem Schützenverein „St. Sturmius Leitmar" zu engagieren.

An Festen und Brauchtum wird folgendes geboten: Sternsingen, Weiberfastnacht mit Umzug durch die Häuser, Kinderkarneval, Osterfeuer, Wandertag auf „Christi Himmelfahrt", Fronleichnamsprozession mit Frühschoppen, Erntedankfest mit „Gänseköppen" am letzten Wochenende im September, Martinsumzug und Nikolausfeier für alle Kinder des Dorfes in der ehem. Schule.

Das zuvor erwähnte „Gänseköppen" gibt es in weitem Umkreis nur in Heddinghausen und Canstein. Dabei handelt es sich in keinster Weise um Tierquälerei, wie der Name vielleicht vermuten läßt. Die Gans wird zunächst garantiert schmerzfrei getötet. Anschließend umwickelt man den Hals bis zur Brust mit Leinentüchern und schnürt ihn fest zu, um das spätere „Köppen" zu erschweren. Vor der Festhalle wird nun ein Seil gespannt, in dessen Mitte ein Flechtkorb mit einem Loch im Boden hängt, durch das der Gänsehals gezogen wird. Beim Schlagen versuchen nun die Teilnehmer aus 20 m Entfernung mit einem stumpfen Säbel und verbundenen Augen den Gänsehals zu finden und abzuschlagen. Das dauert in der Regel bis zu 2 Stunden. Derjenige, der den Hals abschlägt, ist Gänsekönig und muss im darauffolgenden Jahr mit seinem Hofstaat am Erntedankfest teilnehmen. Schlagen dürfen laut Statuten nur Heddinghauser Männer oder Auswärtige, die mit einer Heddinghauserin verheiratet oder befreundet sind. Damit will der Veranstalter sicherstellen, dass „die Gans im Dorfe bleibt".

 Sehenswürdigkeiten:

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