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Borntosten


Borntosten , nach Einwohnerzahl und Fläche die kleinste Gemeinde des Stadtbezirkes, liegt im westlichen Randbereich des Waldecker Tafellandes. Die Landschaft hat ausgeprägten Hochflächencharakter mit nur mäßig-stark hügeligem Relief und Höhenunterschieden lediglich bis zu 50 m. Mehrere sehr flache Wiesen-Tälchen führen nur zeitweise abfließendes Wasser und entwässern nach Norden zur Glinde hin.


Blick auf BorntostenBlick auf BorntostenKatholische Kirche in BorntostenKatholische Kirche in Borntosten

Borntosten ist der Ort des Stadtgebietes mit der geringsten jährlichen Niederschlagsmenge und den größten Temperaturschwankungen.

Den Namen Borntosten, früher Ostheim, verdankt der Ort einer Quelle. Es handelt sich bei dieser Ortsbezeichnung um die jüngere Quell- oder Bachbezeichnung „born". Borntosten bedeutet demnach soviel wie „die Quelle zu Ostheim" oder eben „born to osten", dem östlichen Born im Gegensatz zu einem westlichen. In älteren Urkunden liest man noch Osthem oder Oesthem als frühere Bezeichnung für Borntosten, bzw. eine Wüstung in der Nähe des heutigen Dorfes, während im 17. Jahrhundert von dem Ort Ostenborn die Rede ist. 

Die Endung auf –heim läßt auf eine sehr frühe Besiedlung, vermutlich schon in der Karolingerzeit schließen. Eine erste Erwähnung des Ortes Ostheim finden wir in den „Traditionen aus dem 9. Jahrhundert, nach 822, bei dem es sich wohl schon um das heutige Borntosten handelt. Bereits 1279 ist von einem Hof in Ostheim die Rede, der einem de Eysbyke als Lehen überlassen wird. Auch in den folgenden Jahrhunderten befindet sich das Gut in Osthem im Besitz Marsberger Bürger. 1314 gelang der gesamte Besitz in die Hände der Familie von Büren, Bürger von Marsberg, nachdem diese schon vorher eine Hälfte des Grundbesitzes durch Kauf von einem Dietrich von Esbike in ihren Besitz gebracht hatten. Auch die folgenden Urkunden bezeugen diese Besitzverhältnisse. 1353 macht das Kloster Bredelar Grundbesitz am Fluß auf Ostheim" geltend. 1414 geht ein weiterer Hof zu Ostheim in den Besitz des Klosters über, das in den folgenden Jahren kontinuierlich seine Grundrechte in dem Raum weiter ausdehnte. 1482 werden die Raben von Canstein erwähnt, die nun als Eigentümer von zwei Teilen des Zehnten in Osthem auftraten, der insgesamt in 3 Teile geteilt war. Schon über längere Zeit hatte das Haus Canstein Grundbesitz in Ostheim, den es jedoch 1451 an die Grafen von Waldeck versetzte, die ihrerseits 1482 den Zehnten an das Kloster Bredelar verkauften. 1484 gelangte noch eine weitere „Hufe zu Oistem" aus Briloner Besitz an das Kloster.Im Jahre 1490 wird Borntosten als wüst bezeichnet. Ein Jahr später gelang es den Raben von Canstein, ihren verpfändeten Besitz wieder einzulösen. Um 1500 dürfte der Ort wieder besiedelt gewesen sein. Darauf deutet die Neudotierung der Pfarrei Heddinghausen zu Beginn des Jahrhunderts hin. Für die folgende Zeit bis Mitte des 16. Jahrhunderts gehörte Borntosten zur Herrschaft Canstein, die es jedoch ihrerseits 1515 zeitweise an das Kloster Bredelar verpfändete. 

In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts gelangte das Kloster Corvey durch Kauf von Waldeck in den Besitz von 2 Teilen des Zehntens in Ostheim, die es bis zum Ende des 18. Jahrhunderts weiter innehält und sich regelmäßig vom Fürsten von Waldeck bestätigen läßt.

Das 155 Einwohner zählende Dorf Borntosten ist die kleinste Landgemeinde des Stadtbezirks und gehört zu den kleinen Bauerngemeinden auf dem „Roten Land". Die Waldflächen der Gemarkung befinden sich vollständig in Privatbesitz.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.borntosten-online.de

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