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Giershagen


Giershagen liegt im Südwesten des Stadtgebietes am Talschluß eines Seitentals der Diemel in einer Höhenlage zwischen 380 und 420 m ü.NN. Das Unterzentrum hat knapp 1500 Einwohner und eine Versorgungsinfrastruktur, die auch die umliegenden Dörfer abdeckt. Kindergarten und Grundschule mit Turnhalle besuchen Kinder aus 5 Ortschaften im Süden des Stadtgebietes. Einzelhandel, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsbetriebe versorgen nicht nur den Ort Giershagen. Giershagen entstand aus den Ortschaften Ober- und Niederupsprunge. Letzteres wurde im Jahre 948 erstmals urkundlich erwähnt und ist im 16. Jht. zur Wüstung geworden.


Erinnerung an den Bergbau in GiershagenErinnerung an den Bergbau in GiershagenDie KluskapelleDie KluskapelleDie Wepa Papierfabrik in GiershagenDie Wepa Papierfabrik in GiershagenDie traditionelle PferdeprozessionDie traditionelle Pferdeprozession

Die Kluskirche, die ehemalige Pfarrkirche von Niederupsprunge und jetzt Mittelpunkt des idyllisch gelegenen Friedhofs im Diemeltal, ist bei Kunstkennern gut bekannt. Der ursprünglich romanische Bau aus dem 10. Jht. wurde 1682 erweitert und war bis ins 19. Jht. die Pfarrkirche von Giershagen.
Besonders wertvoll ist der Barockaltar, der ebenso wie viele Bildstöcke in der Umgebung von Giershagen aus der Papenwerkstatt stammt.

Die Bildhauerwerkstatt des Heinrich Papen (1645-1719) und seines Sohnes Christophel (1678-1735) in Giershagen war eine der führenden und schaffensreichsten Werkstätten der Barockzeit. Sie verarbeitete Alabaster, Marmor und Mehlstein, die in der Umgebung vorkommenden Materialien. Sie hinterließen einen umfangreichen Bestand an Kunstdenkmälern in mehr als 50 Orten im westfälischen und nordhessisch-waldeckischen Raum.

Giershagen war über die Jahrhunderte ein vorwiegend landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Aber schon seit dem Ende des 13. Jhts. ist der Bergbau urkundlich erwähnt. Rund um das Dorf gab es Abbaustätten des Roteisensteins (Eisenerz). 1892 gab es in Giershagen 140 Bergleute, das war fast die Hälfte aller Erwerbstätigen. Im Jahre1963 kam der Bergbau zum Erliegen, der letzte Schacht am Webbel wurde geschlossen. Noch heute hält der Knappenverein die bergmännische Tradition am Leben. Jeweils am Silvestermorgen findet die traditionelle Bergmannsmesse statt. Ein Denkmal in der Ortsmitte und der Stollenmund der ehem. Grube Reinhard im Diemeltal, die vom Knappenverein erstellt wurden, geben Zeugnis vom Bergbau, der über Jahrhunderte das Leben im Dorf geprägt hat.

Heute bestimmt die Firma WEPA das Wirtschaftsgeschehen am Ort. Der größte private Hygienepapierhersteller in Deutschland beschäftigt in seinem im Diemeltal gelegenen Werk über 400 Mitarbeiter.

Neben diesem großen Arbeitgeber gibt es noch einen Landmaschinenbetrieb sowie einige Handwerksbetriebe z.B. Maurer, Dachdecker, Zimmermann, Anstreicher, Kunstschmied, Autowerkstatt, Installationsbetrieb und Friseur am Ort.

Giershagen ist ein wachsendes Dorf. Die großen Neubaugebiete am Dorfrand zeugen davon. Im Osten des Dorfes soll ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen werden, in dem sich weitere Betriebe ansiedeln können.

In Giershagen bieten zahlreiche aktive Vereine Angebote zur Freizeitgestaltung oder kümmern sich um die Pflege von Tradition und Brauchtum. Giershagen gilt als Karnevalshochburg. Im weiten Umkreis bekannt ist der seit 50 Jahren stattfindende jährliche Karnevalsumzug am Karnevalsdienstag, dem größten im Stadtgebiet mit ca. 50 Wagen und Gruppen.

Einzigartig in ganz Westfalen ist die Pferdeprozession, die von der Kirche in der Dorfmitte ins Diemeltal zur Kluskapelle zieht. Sie führt an jedem 2. Sonntag nach Ostern viele Reiter und Zuschauer nach Giershagen. Sie findet seit fast 300 Jahren statt (1709) und geht zurück auf ein altes Gelübde, das die Bauern bei einer Seuche unter Pferden gemacht haben.

Besuchen Sie auch die Internetseite dieses Ortes unter:

http://www.giershagen.de

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