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Informationen zur Trinkwasserqualität

Für die Trinkwasserqualität gelten in Deutschland die strengen gesetzlichen Vorschriften der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Jedes Wasserwerk muss durch regelmäßige umfangreiche Untersuchungen die einwandfreie Trinkwasserqualität, besonders das Einhalten der Grenzwerte, nachweisen. Am 10.03.2016 ist die neue TrinkwV mit zusätzlichen Anforderungen im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Hiernach bestehen für die Stadtwerke auch weiterhin Informationspflichten über die Wasserqualität. 

Nitrat
Die TrinkwV legt u.a. Grenzwerte (Obergrenzen) für zahlreiche gesundheitlich bedenkliche Stoffe fest. Diese Grenzwerte sind so niedrig bemessen, dass die menschliche Gesundheit bei lebenslangem Trinkwassergenuss nicht geschädigt werden kann. Darüber hinaus werden vorsorglich zusätzliche Sicherheitsabstände berücksichtigt. So wurde der Nitratgrenzwert bereits im Jahre 1986 von ursprünglich 90 mg/l auf 50 mg/l herabgesetzt.

Da Nitrat nicht nur im Trinkwasser, sondern auch in vielen anderen Nahrungsmitteln enthalten ist, hängt die gesamte Nitrataufnahme nicht so sehr vom Trinkwasser sondern viel mehr von der sonstigen Ernährung ab. Je nach Jahreszeit können z. B. Kopf- und Feldsalat sowie Grünkohl, Weißkohl und Wirsing und verschiedene Wurzelgemüse wie Rote Beete, Radieschen und Rettich bis zu 4.000 mg/kg Nitrat enthalten. Nach Angaben der Bundesregierung trägt das Trinkwasser unter Zugrundelegung des zulässigen Grenzwertes von 50 mg/l lediglich bis zu 10 % zur Gesamtnitratzufuhr bei.

Nitratwerte
Der strenge Nitratgrenzwert von 50 mg/l (Vorsorgewert) wurde bei allen Wassergewinnungsanlagen und im abgegebenen Trinkwasser stets eingehalten. 

Sanierungsmaßnahmen zur weiteren Nitratreduzierung und Prognose
Auch in 2019 konnte der Nitratgrenzwert aufgrund der durchgeführten landwirtschaftlichen Sanierungsmaßnahmen und durch den Betrieb der Biogasanlage Marsberg-Leitmar ganzjährig eingehalten werden. Der durch das Hygieneinstitut Gelsenkirchen gemessenen Nitratwert im Hochbehälter Eichholz (Mischwasser aus den Brunnen „Gut Forst I“, „Gut Forst II“ und „Vasbeck II“ lag in 2019 im Mittel bei 46,08 mg/l.

Die Stadtwerke führen schon seit mehreren Jahren gezielte landwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen durch, um den Nitratgehalt im Grundwasser weiter zu senken. Dieses hat nicht nur bei den Wassergewinnungsanlagen, sondern auch bei den Boden- und Grundwasserwerten zu Verbesserungen geführt. In 2020 werden diese Sanierungsmaßnahmen fortgeführt

In der Biogasanlage werden die im Wasserschutzgebiet anfallenden organischen Stoffe (Gülle/Jauche und Festmist) sowie nachwachsende Rohstoffe energetisch verwertet und zur Erzeugung erneuerbarer Energien (Strom und Wärme) genutzt. Anschließend wird das Gärsubstrat mit der Abwärme der Blockheizkraftwerke wärmebehandelt, d.h. pasteurisiert, und dann durch neue Aufbringungs- und Verteilertechnik optimal in die wachsende Frucht grundwasserschonend ausgebracht.

All diese Maßnahmen haben u.a. zum Ziel, den Nitratgehalt im Trinkwasser weiterhin deutlich unterhalb des Grenzwertes von 50 mg/l zu senken. Ferner soll die mikrobiologische Belastung im organischen Dünger durch die vorherige Hygienisierung schon im Ausbringungsstadium auf ein Minimum reduziert werden. Das Trinkwasser ist nach den vorliegenden mikrobiologischen Untersuchungsergebnissen stets einwandfrei und daher aus hygienisch-medizinischer Sicht nicht zu beanstanden.

Wasserhärtebereiche für Trinkwasser
Die Härtebereiche sind seit 01.02.2007 im Wasch- und Reinigungsmittelgesetz geregelt und beruhen auf europäischem Recht.

Für die einzelnen Stadtteile gelten folgende Härtebereiche:

"weich" (entspricht bis zu 8,4 °dH)

"mittel" (entspricht 8,4 bis 14 °dH): Helminghausen, Beringhausen, Bredelar, Padberg und Giershagen

"hart" (entspricht mehr als 14 °dH): Borntosten, Canstein, Erlinghausen Essentho, Heddinghausen, Leitmar, Meerhof, Nieder- und Obermarsberg, Oesdorf, Udorf, Westheim

Zusatzstoffe und UV-Desinfektion
Das Wasser folgender Ortsteile wird vorsorglich aus hygienisch gesundheitlichen Gründen mit Chlor- bzw. Chlordioxid desinfiziert: Borntosten, Canstein, Erlinghausen, Essentho, Heddinghausen, Leitmar, Meerhof, Nieder- und Obermarsberg, Udorf

In den Ortschaften Beringhausen, Bredelar, Giershagen, Helminghausen, Padberg, Oesdorf und Westheim erfolgt eine Desinfektion des Wassers durch UV-Anlagen.

Anmerkung: Je nach Wasserbedarf und Schüttungsmengen der einzelnen Quellen kann es vorkommen, das Wasser, welches mit Chlor bzw. Chlordioxid behandelt wird, über einen geringen Zeitraum in den vg. Ortschaften beigemischt werden muss.

Informationen über Wasserinhaltsstoffe und Untersuchungsergebnisse stellen Ihnen die Stadtwerke auf Wunsch kostenlos zur Verfügung. Ferner können die Daten im "Download" unter Aktuelles eingesehen werden.

Verbraucherzentrale NRW, Energieberatung Meschede


Die Ergebnisse der Europawahl 2024 für Marsberg finden Sie hier: http://wahlergebnisse.marsberg.com




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