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Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) Marsberg


Auftaktveranstaltung Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) Marsberg


Präsentation Auftaktveranstaltung 17.04.2018

Bürger beteiligen sich an der Stadtentwicklung

Zukunft von Marsberg und seinen Ortschaften mitgestalten

Sich den Herausforderungen der Zukunft stellen, Stärken und Schwächen erkennen und Ziele sowie Maßnahmen der Stadt-und Dorfentwicklung gemeinsam erarbeiten – das ist die Zielsetzung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (kurz: IKEK), das in den kommenden Monaten in Marsberg entsteht. Die Bürgerinnen und Bürger sollen dieses Konzept gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den begleitenden Planern erarbeiten. Startschuss dafür war am 17. April 2018 mit der IKEK-Auftaktveranstaltung im Theatersaal des Gymnasiums.

Mit dem IKEK sollen die gewachsenen Strukturen und charakteristischen Besonderheiten der Ortsteile und des Stadtkerns von Marsberg langfristig erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung angestrebt werden. Dabei werden alle wichtigen Themen zur Sprache kommen: Von der Verkehrsanbindung bis zur Ortskernentwicklung, vom der Zukunft des Einzelhandels und des Gewerbes bis hin zum Tourismus, Naherholung und der Nutzung regenerativer Energien. Eine Besonderheit des IKEKs: Es soll kein Fachgutachten am „Grünen Tisch“ werden, sondern die Bürgerinnen und Bürger aus Marsberg selbst können und sollen aktiv an der Zukunftsplanung mitarbeiten. Mit der Begleitung der Konzepterstellung wurde das Büro planinvent aus Münster beauftragt. Das Planungsbüro zusammen mit seinem Kooperationspartner Agentur Altrogge aus Salzkotten hat bereits umfassende Erfahrungen bei der Erstellung derartiger Konzepte – unter anderem im angrenzenden südlichen Kreisgebiet Paderborns und im Münsterland – sammeln können und versprechen einen ganzheitlichen und umsetzungsorientierten Prozess für alle Interessierten.

In Marsberg ist vorgesehen, bis November 2018 das kommunale Entwicklungskonzept gemeinsam mit der Bevölkerung zu erarbeiten. Vor dem Perspektivzeitraum der nächsten fünf bis zehn Jahre sollen Ziele und Leitbilder für die Stadtentwicklung verabredet und vor allem verschiedene Projekte benannt und vorbereitet werden. Dazu wird es jetzt nach der Auftaktveranstaltung verschiedene Workshops und Foren geben, die sowohl die Entwicklung in der Stadt, als auch in den 17 Ortsteilen analysieren. Vorgeschaltet waren 17 Dorfbegehungen des Planungsbüros in der Woche vor Ostern, um sich schon mal ein Bild vor Ort zu verschaffen. Die Stadt Marsberg hofft auf zahlreiche interessierte Mitmacher, die sich in den verschiedenen Sitzungen einbringen. Und auch Dr. Frank Bröckling vom Büro planinvent weiß: „Keiner kennt Marsberg besser als diejenigen, die dort wohnen und leben. Es ist sehr wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Zukunftsplanung in die eigenen Hände nehmen“.

Das IKEK sei von daher eine große Chance, den Ort nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten. Eine gute Ausgangsbasis bilden auch die bisher erarbeiteten Konzepte und Ideen auf lokaler und regionaler Ebene, bspw. das regionale Entwicklungskonzept der LEADER-Region „Hochsauerland“, zu der die Stadt Marsberg gehört.

Nach Vorlage des fertigen IKEK im Herbst 2018 kann mit der Umsetzung der bis dahin erarbeiteten Projekte begonnen werden. Diese können dann von der Bezirksregierung Arnsberg unterstützt und ggf. auch gefördert werden.

Mit dem IKEK soll für Marsberg ein umsetzungsorientiertes und über Jahre hinweg praktisch nutzbares Konzept entstehen, das auch nach der Fertigstellung immer wieder aktualisiert werden soll. Ein stimmiges Gesamtbild und eine schlüssige Zielerreichung, die auf den Grundlagen des Entwicklungskonzeptes aufbauen, können so erreicht werden, hofft die Stadt. Und damit hätte Marsberg nicht nur ein Konzept, sondern auch ein klares Ziel und konkrete Projekte zur Umsetzung.

Was genau ist ein IKEK?

IKEK steht, wie oben erwähnt, als Abkürzung für den etwas sperrigen Begriff: "Integriertes kommunales Entwicklungskonzept". Diese Konzeptart als Vorgehensweise gibt es in NRW noch nicht lange. Es bezieht sich in seiner Perspektive auf das gesamte Gebiet einer Kommune. Das IKEK wird unter Beteiligung von Organisationen, Institutionen, Verbänden, Verwaltung, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet und muss laut einer entsprechenden Richtlinie des Landes mindestens folgende Punkte enthalten:

·         Bevölkerungsstruktur (bisherige Entwicklung, Altersstruktur und Prognose)

·         Aussagen zur städtebaulichen Entwicklung (Baugebiete, Leerstand, Baulücken)

·         Aussagen zur sozialen und technischen Infrastruktur

·         eine Einschätzung der Zukunftsfähigkeit

·         eine gesamtkommunale Stärken- und Schwächen-Analyse

·         die Definition von relevanten thematischen Schwerpunkten/Handlungsfeldern sowie

·         die Darstellung von Entwicklungszielen und Leitprojekten.

Und nicht zuletzt geht es beim IKEK auch um Geld, denn: Dorfentwicklungsmaßnahmen in NRW werden künftig nur noch dann attraktiv gefördert, wenn sie Bestandteil eines durch die Bezirksregierung anerkannten IKEKs sind, das maximal fünf Jahre alt ist. Besitzt Marsberg also ein IKEK, besteht die Chance, aus Mitteln der Dorferneuerung Zuschüsse für die Umsetzung von privaten und öffentlichen Projekten aus diesem Konzept zu erhalten und hohe Fördersätze zugesprochen zu bekommen. Auch die Erstellung des Konzeptes wird bereits aus Landesmitteln gefördert.

Wer kann mitmachen?

Der Erstellungsprozess des IKEKs richtet sich explizit an alle Einwohner aus Marsberg, egal ob jung oder alt, alteingesessen oder frisch zugezogen, egal ob Privatperson, VereinsvertreterIn oder MitarbeiterIn einer Einrichtung. In den anstehenden, bürgernahen Sitzungen werden Vertreter der Stadt mit dabei sein, ebenso die den Prozess begleitenden Planungsbüros planinvent und Agentur Altrogge. So findet eine ganz neue Form der Kooperation und des Austausches statt. Neue, spannende Zusammensetzungen von Akteuren und Gruppen werden dabei entstehen.

Fazit: Wer sollte bessere Ideen und Lösungen zur Zukunftsplanung von Marsberg haben als die Menschen, die dort leben? Ohne Sie geht es also nicht!

Was passiert in den nächsten Monaten in der Stadt?

Los ging es am Dienstag, den 17. April 2018  im Theatersaal des Carolus-Magnus-Gymnasiums mit einer Auftakt- und Informationsveranstaltung (Präsentation vgl. oben), bei der das Förderprogramm IKEK vorgestellt wurde und Gelegenheit bestand, Fragen zu klären.

Die Teilnehmer sollen sich bald direkt aktiv mit einbringen und ihren Blick auf ihren Ortsteil schildern: Was macht den Lebensraum lebenswert, wo drückt der Schuh? Was sind aus Ihrer Perspektive die wichtigsten Themen für die nächsten Jahre?

Zum Herbst 2018 werden die Ergebnisse des IKEK-Prozesses öffentlich vorgestellt. Insgesamt sind für die Erstellung des IKEK rund acht Monate eingeplant.

Termine

Hier finden Sie eine Übersicht über alle bereits feststehenden Termine, die im IKEK-Prozess vorgesehen sind:

Auftakt- und Informationsveranstaltung

Dienstag, 17. April 2018 im Theatersaal des Carolus-Magnus-Gymnasiums  (bereits stattgefunden)



Mittwoch, 2. Mai 2018
18:30 Uhr
Dorfwerkstatt für Erlinghausen, Giershagen, Niedermarsberg, Obermarsberg 
Aula der Hauptschule, Trift 33

Donnerstag, 3. Mai 2018
18:30 Uhr
Dorfwerkstatt für Borntosten, Canstein, Heddinghausen, Leitmar, Udorf
Dorfgemeinschaftshaus Leitmar

Montag, 7. Mai 2018
18:30 Uhr
Dorfwerkstatt für Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim
Alte Schule Meerhof

Donnerstag, 17. Mai
18:30 Uhr
Dorfwerkstatt für Beringhausen, Bredelar, Helminghausen, Padberg
Kloster Bredelar

Die Informationen auf dieser Seite werden immer wieder aktualisiert. Demnächst finden Sie hier auch Formulare, Protokolle aus Workshops und andere Downloads aus dem IKEK-Prozess. Schauen Sie einfach mal rein.

Sie möchten über kommende Termine und andere Neuigkeiten aus dem IKEK-Prozess informiert werden?
Dann melden Sie sich bei der Stadt Marsberg, Helmut Löhring, E-Mail h.loehring@marsberg.de, Tel. 0 29 92 – 602 245,
bei planinvent in Münster, E-Mail info@planinvent.de, Tel. 0251 – 48 400 18 oder
bei der Agentur Altrogge, E-Mail info@agentur-altrogge.de, Tel.  0 52 58 – 93 585 68.

Sie werden dort in einem E-Mail-Verteiler aufgenommen.

Links und weiterführende Informationen

Informationen zur Dorferneuerung und zum IKEK bei der Bezirksregierung Münster
http://www.bezreg-muenster.de/de/foerderung/foerderprogramme_a-z/33_gemeindliche_dorfentwicklung/index.html 

Fördersätze im Bereich der Dorferneuerung in Nordrhein-Westfalen
http://www.bezreg-muenster.de/zentralablage/dokumente/foerderung/foerderbereich_umwelt/dorfentwicklung/Uebersicht-Foerdersaetze.pdf

Anforderungen an ein IKEK
http://www.bezreg-muenster.nrw.de/zentralablage/dokumente/foerderung/foerderbereich_umwelt/dorfentwicklung/IKEK_Anforderungen-Empfehlungen.pdf

Rechtsvorschrift: Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=7&vd_id=15527&menu=1&sg=0&keyword=Integrierte

Die Homepages der begleitenden Büros
www.planinvent.de
www.agentur-altrogge.de

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