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Die anhaltende Großkalamität im Stadtwald Marsberg ist auch eine Chance für neue Wege!


Die aktuelle Großkalamität in der Fichte macht auch vor dem Stadtwald Marsberg nicht Halt. Nachdem im Frühjahr 2018 der Sturm Friederike über ganz NRW zog und unzählige Fichten entwurzelte, kam in den darauffolgenden Jahren noch die anhaltende Trockenheit hinzu, die die Massenvermehrungen des Fichtenborkenkäfers auch im Stadtwald Marsberg begünstigte.

Nach der Ernte des toten Fichtenholzes durch örtliche aber auch überregionale Einschlagsunternehmer werden in Zukunft Freiflächen im Stadtwald Marsberg zurückbleiben, welche in ihrer Gesamtheit mehrere hundert Hektar groß sind.

Neben regionalen Sägewerken nehmen auch überregionale Sägewerke in anderen Bundesländern das Kalamitätsholz der Stadt Marsberg ab und auch der Export nach China stellt derzeit eine Absatzmöglichkeit dar. In Summe ist somit die Holzvermarktung des städtischen Forstbetriebes gesichert, da sich die langjährige Strategie des zuständigen Gemeindeforstamtes Willebadessen auszahlt, sowohl mit kleinen, mittelständischen als auch mit großen Sägewerken zusammenzuarbeiten.

Ziel der Stadt ist es, auf den Schadflächen in Zukunft klimastabile, baumartenreiche und multifunktionale Mischwälder zu etablieren. Neben vorwiegend heimischen Baumarten wie Trauben- und Stieleiche, Buche, Ahorn, Vogelkirsche, Lärche, Tanne und Kiefer, werden zum Beispiel neue Baumarten wie Esskastanie, Roteiche, Douglasie und weitere Tannenarten im Marsberger Stadtwald Einzug halten.

Neben der aktiven Wiederbewaldung durch Pflanzungen mit den genannten Baumarten wird auch auf die kostengünstige natürliche Sukzession zurückgegriffen. Hierbei wird auf die "Saat" der Natur gesetzt, dessen Erfolg jedoch vom Standort, der Dichte des Wildbestandes sowie von vorhanden Saatbäumen abhängig ist. Teilweise bleiben sogar trockene Fichtenbestände stehen, um auch hier zu schauen, wie sich die Natur an diesen Stellen entwickelt. 

Durch diese unterschiedlichen Strategien der Wiederbewaldung entstehen neue und unterschiedliche Waldbilder, die für den Waldbesucher zunächst ungewohnt sind. Gleichzeitig bieten diese jedoch auch zukünftig die Möglichkeit, den unterschiedlichen Waldfunktionen gleichmäßig gerecht zu werden. Zu den wichtigsten Waldfunktionen zählen die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion, wozu die Lieferung sauberer Luft sowie von Wasser, die CO2 freundliche Bereitstellung des Baustoffes Holz, wertvolle Lebensräume für Tier und Pflanzenarten und Arbeitsplätze sowohl in der Forstwirtschaft als auch in der Holzverarbeitenden Industrie zählen. Damit diese Funktionen auch nachhaltig gesichert werden, setzt der Forstbetrieb der Stadt Marsberg auf eine starke Zusammenarbeit zwischen dem Stadtrat, der Stadtverwaltung, dem Forstbetrieb, den eingesetzten Unternehmern, den Holzkäufern und dem zuständigem Gemeindeforstamt Willebadessen.

Gerne können sich auch die Bürger der Stadt Marsberg oder ortsansässige Unternehmen, nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung, aktiv an der Wiederbewaldung beteiligen. In Giershagen und Westheim, werden mit den jeweils ersten Klassen bereits seit einigen Jahren Bäume auf Schadflächen gepflanzt. Außerdem wird aktuell eine Pflanzaktion im Nachlauf zum Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Marsberg und der französischen Stadt Lillers geplant. Ferner haben einzelne Unternehmen aus Marsberg sowie im Stadtwald arbeitende Forstunternehmer Bäume für die Wiederbewaldung bereitgestellt.

Die Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 für Marsberg finden Sie hier: http://wahlergebnisse.marsberg.com

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